Crypto Valley wächst - Die Geschichte des Crypto Valley

Crypto Valley Pioneers Interviews · 9 Feb 2026 · 4:20

Mathias Ruch, co-founder of CV VC and CV Labs, describes how Crypto Valley spread beyond the city and canton boundaries of Zug. CV VC is a Zug-based early-stage investor in crypto and blockchain companies, and CV Labs was launched as a blockchain incubator. The short film is part of the Crypto Valley Pioneers series on the region's early years.

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From Crypto Valley Pioneers Interviews, hosted by Crypto Valley Pioneers.

Transcript

Stell dir vor, eine kleine Stadt wird plötzlich zu einem globalen Knotenpunkt für eine Megatrend-Technologie. Das bedeutet, Hunderte, wenn nicht Tausende von Teams, Projekten und jungen Unternehmensgründern erfahren von diesem Ort und sagen: „Wenn ich ein revolutionäres Technologieunternehmen der nächsten Generation gründen will, dann muss in Zug in der Schweiz sein.“ Ich bin ein Gründer und der CEO von CV VC und CV Labs.

Das steht für Crypto Valley Venture Capital. Wir haben zwei Aktivitäten. Wir investieren in Blockchain-Startups, und wir erschaffen Startup-Ökosysteme in der Schweiz, hier in Zug, aber auch rund um den Globus. Man braucht die schlauen Köpfe, die Gründer, die Projekte und die Dienstleister, die sich um die Bedürfnisse der Startups und Gründer kümmern. Man braucht die technologische Infrastruktur, Co-Working-Spaces und Universitäten, wo die Leute sind, die Projekte entwickeln könnten. Viele, viele Dinge sind nötig.

Und dann braucht man das regulatorische Umfeld und die Unterstützung der Behörden. All das war hier, und das ist auch, was Zug abhebt von vielen anderen Regionen der Welt, und warum sich hier alles so schnell entwickeln konnte. Zu Beginn dauerte ein Gespräch über Crypto Valley gerade mal eine Minute und 37 Sekunden, bis man beim Thema Terrorismusfinanzierung angelangt war. Es dauerte lange, bis sich das änderte. Die Sichtweise, dass Kryptowährungen und Bitcoin nur ein Anwendungsbeispiel einer grossartigen Technologie mit viel Potenzial namens Blockchain ist, das kam erst später.

Heute kann man über Anwendungen von Blockchain-Technologie sprechen, die über Bitcoin hinausgehen. Es gibt einen Begriff namens Swiss Finish. Wenn es bestimmte Standards gibt, dann addiert man zehn oder zwanzig Prozent dazu und macht es nochmal etwas schwieriger, diese zu erreichen. Dieses Swiss Finish ist auch für Crypto Valley etwas bedrohlich. Wir sollten etwas mutiger sein und etwas mehr Risiken eingehen wenn es darum geht, die nächste Generation vieler Industrien anzudenken, die von Technologie und Digitalisierung vorangetrieben werden.

Wir könnten wirklich ein globaler Hotspot für digitale Innovationstechnologien werden, wie Krypto und Blockchain, aber wir müssen uns anstrengen, unsere Position nicht zu verlieren. Mehr Mut, mehr Risiken eingehen, das ist etwas, was alle Menschen in der Schweiz tun sollten. Wir als Investoren müssen dort sein, wo die besten Startups der Welt sind. Wir haben also begonnen, international zu expandieren, und wir haben Standorte hier in Zug, in Vaduz, aber auch in Lissabon, Portugal, in Berlin, Deutschland, und auch in Kapstadt, Südafrika.

Warum? Wir haben eine Afrika-Strategie, weil wir denken, dass die wahren Anwendungsfälle der Blockchain sich weniger auf die Bedürfnisse der entwickelten Länder beziehen, sondern eher auf die der Schwellenländer, deren Herausforderungen wir als Chancen sehen. Das ist der Fall in Afrika. Die Vision des Crypto Valley zu transformieren in eine globale Vision für die ganze Welt, ferne Länder zu bereisen und mich mit Gründern auszutauschen über ihre Ideen, das erfüllt mich sehr.

Es ist wahrscheinlich das Grösste das ich erlebt habe in meinem Berufsleben.